Naturbelassen kleiden & betten
Bio-zertifizierte Ware von MARSUPI, DYMOS, DI SENSE & Co.


Warum Naturtextilien?

Unsere Kleidung bedeckt 90% unseres Körpers und ist in ständiger Berührung mit unserem größten und wichtigsten Sinnesorgan - der Haut. Sie gibt uns Menschen Schutz, übermittelt Schmerz, Druck und Temperatur, und sie reguliert unseren gesamten Wärmehaushalt. Bis zu zwei Liter Flüssigkeit gibt die Haut täglich an ihre Umgebung ab. Dies geschieht fast immer durch unsere Bekleidung. Mit der Wahl der Textilien können wir unsere Hautfunktionen unterstützen oder behindern. Deshalb hängt unser Wohlbefinden auch wesentlich von der Beschaffenheit der Kleidung ab. Naturfasern können die natürlichen Hautfunktionen optimal unterstützen.
Diese Tatsache trifft natürlich für Erwachsene und Kinder gleichermaßen zu, wobei noch ein weiterer Aspekt bei Babies und Kindern von Bedeutung ist. Da Kinder eine dünnere Haut als Erwachsene haben und eine um das 2,5fach größere Hautoberfläche im Verhältnis zum Gewicht, ist die Haut als wesentliches Organ zur Schadstoffaufnahme bei Kindern weit mehr belastet. Auch der höhere Stoffwechsel und die schnellere Atmung können zu einer höheren Schadstoffaufnahme führen. Darüber hinaus bleiben Gifte länger im Körper eines Kindes, weil Leber, Nieren und andere Entgiftungsorgane noch nicht voll arbeiten.
Vor allem letztere Tatsachen erscheinen in einem vollkommen neuen Licht, wenn man sich einige Zahlen aus dem Baumwollanbau betrachtet. Etwa 10% des weltweiten Umsatzes der Pestizidindustrie entfällt auf den Baumwollanbau, während dieser nur ca. 2,4% der Weltackerfläche einnimmt. Zusammengenommen beläuft sich dies insgesamt auf ein Volumen von 150000 bis 250000 Tonnen Wirkstoff. Dabei entfallen ca. 65% der eingesetzten Substanzen auf Insektizide, ca.20% auf Herbizide, ca. 1% auf Fungizide und ca. 14% auf Entlaubungsmittel, die bei der konventionellen Baumwollernte regelmäßig zum Einsatz kommen.
Auch bei der Textilveredelung wird nicht an Chemie gespart. Unter dieser Bezeichnung werden diejenigen Arbeitsprozeße zusammengefaßt, die das Aussehen, die Trage- und die Pflegeeigenschaften einer Textilie verändern. Dazu gehören unter anderem der Einsatz von konzentrierter Natronlauge zum Mercerisieren von Baumwolle oder von Schwefelsäure zum Carbonisieren von Wolle.
In den alten Bundeslndern wurden bereits 1990 in diesem Teilbereich der textilen Kette ca. 110000 Tonnen Textilhilfsmittel verbraucht. Dabei fielen ca. 50000 Tonnen auf den Ausrüstungsprozeß und ca. 25000 Tonnen auf den Bereich des Färbens und Druckens. Darüber hinaus kamen ca. 100000 Tonnen sonstige Chemikalien, wie Salze, Säuren und Laugen, und ca. 12000 Tonnen Farbstoffe zum Einsatz.
Nach all diesen unerfreulichen, geradezu erschreckenden Zahlen, beruhigt es vielleicht erst einmal zu hören, daß in der Baumwolle selbst nur wenig der beim Anbau verwandten Pestizide zurückbleiben, u.a. da die Rohbaumwolle entfettet wird. Auch aus der Vorbehandlung sind die meisten Chemikalien nicht mehr im fertigen Textil vorhanden. Doch das ist auch schon das einzig Positive hierbei. Die Farbstoffe und speziellen Ausrüstungen sind selbstverständlich zum Verbleib bestimmt und kommen unweigerlich in Hautkontakt. Auch ist es recht vordergründig nur das fertige Textil zu betrachten, da die eingesetzten Chemikalien ja nicht so einfach spurlos verschwinden.
Bei einer Beeinträchtigung des Ökosystems beim Rohstoffanbau angefangen, bis zu einer hohen Belastung des Abwassers zeigen sich vielfältige Probleme in den einzelnen Produktionsstufen erst beim zweiten Hinsehen.
Wir finden diese Argumente überzeugend und bieten Ihnen deshalb ausschließlich Naturtextilien aus Naturfasern an, die diese Bezeichnung auch verdienen. Weitere Informationen hierzu finden Sie bei unseren Qualitätsstandards.


Die verschiedenen Naturfasern

Pflanzenfasern:
Baumwolle:
kann bis 20% Ihres Eigengewichtes an dampfförmiger Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Sie saugt schnell Nässe auf und kann bis zu 65 % Ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit speichern, ohne zu tropfen. Längere Trockenzeit. Sehr hautfreundlich durch Ihre Weichheit und Feinheit. Sie lädt sich kaum elektrostatisch auf. Besonders zu empfehlen für Menschen mit empfindlicher Haut.

Leinen:
weniger glatt und weniger geschmeidig als Baumwolle, dafür weniger schmutzanfällig und es gibt keine Flusen. Sehr strapazierfähig und langlebig. Die Leinenfaser hat eine sehr geringe Elastizität und wir als "Edelknitter" bezeichnet. Leinen fühlt sich frisch und kühl an. Es ist sehr saugfähig und unterstützt den Körper im Sommer bei der Klimaregelung.

Hanf:
20 % reißfester als Leinen. Bei starker Wasseraufnahme wird Hanf sehr steif.

Ramie:
die Fasern besitzen einen dauerhaften Glanz, sind reißfest, glatt und fusseln nicht. Die Saugfähigkeit ist sehr gut. Ramie fühlt sich etwas härter an als Baumwolle.

Brennessel:
im Augenblick eine absolut neue und wahrscheinlich auch sehr erfolgreiche Pflanzenfaser im Bereich Naturbekleidung.

Tierische Fasern:
Seide:
sie wird als kühl und zugleich warmhaltend bezeichnet. Sie kann wie Wolle ein Drittel Ihres Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Sie saugt sehr schnell auf. Seide ist geschmeidig und knittert wenig.Bouuretteseide und Wildseide ist gröber und nicht so gleichmäßig wie Schappeseide und Haspelseide.

Schurwolle:
darf nur so heißen, wenn sie vom gesunden, lebenden Schaf geschoren wurde. Schurwolle ist besonders atmungsaktiv und temperaturausgleichend. Sie kann bis zu einem Drittel ihres eigenen Gewichtes an Feuchtigkeit aufnehmen ohne sich feucht anzufühlen. Trotz der starken Feuchtigkeitsaufnahme ist die Oberfläche der Faser feuchtigkeitsabweisend (Schafwollüberhosen in Wickelsystemen). Je nach Wollqualität wird Schurwolle manchmal als kratzig empfunden, Merinowolle ist sehr fein und weich, ebenso Lammwolle.

Kleidung aus Naturfasern sind leider noch lange keine Naturtextilien. 100% Baumwolle besagt ziemlich wenig. Da diese Pflanze in den riesigen Baumwollmonokulturen sehr anfällig für Schädlinge ist, werden Baumwollsträucher bis zur Ernte ca. 25x gespritzt...

> Kleidung die mit "fade out", "seperat waschen" etc. gekennzeichnet ist, lieber meiden, da Reizungen durch Farbstoffe häufig sind.

> Am besten sind Unterwäsche, Socken, Nachtwäsche, also alles direkt auf der Haut Getragene, ungefärbt. Dies ist vor allem für Babys und Kinder wichtig!

> Billigangebote können mit gesundheitsschädlichen Azofarben gefärbt worden sein. Relativ sicher ist man hier, wenn die Ware in Deutschland hergestellt wurde.
Mit Pflanzenfarben gefärbte Textilien bestechen durch Ihre schönen Farben und bieten meist eine hohe Sicherheit gegen Allergien.

> Unsere Kleidung sollte die Funktionen der Haut unterstützen und sie nicht behindern

> Durch die richtige Wahl der Kleidung können Klimabedingungen optimal ausgeglichen werden.Bei hohen Außentemperaturen und wenig Luftbewegung ist Baumwolle und Leinen optimal, da Sie ein geringes Wärmerückhaltevermögen haben.
Bei niedrigen Temperaturen und starker Luftbewegung bieten Schafwolle und andere Tierhaare (Angora, Alpaka, Mohair) die besten Vorraussetzungen, Körperwärme durch Kleidung zurückzuhalten.

> Wolle und Seide unterstützen die Hautfunktionen ganz besonders.

> Baumwolle, Leinen und Hanf sind sehr robust und hauftfreundlich.